oude Namedy

Namedy vroeger

geen nep, maar echt

 

                                                           

Aan het begin van de 20e eeuw ontdekten de Andernachers mysterieuze gasbellen die uit het water op het schiereiland Namedyer Werth verrezen. Dit leidde in 1904 tot het feit dat de koolstofdioxide-afzettingen met een eerste gat zich commercieel ontwikkelden. Naast het gas werd met regelmatige tussenpozen een waterkolom uit de put geschoten – een koudwatergeiser werd geboren

 

 

 

De waterkolom bereikte zijn eigen, volledig natuurlijke kracht al 40 meter hoog. De geiser werd vernietigd tijdens de Tweede Wereldoorlog, zodat het zwaar beschadigde gat uiteindelijk werd gesloten in 1957. De wedergeboorte van de koudwatergeiser vond plaats in 2001. Een nieuw gat werd gemaakt op 350 meter. Nu stijgt de fontein tot 60 meter hoog.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chronologie des Namedyer Sprudels und des Geysir Andernach

um 1900
Beobachtung von aufsteigenden Gasblasen im Altwasserarm der Halbinsel Namedyer Werth.
Diese werden anfänglich als Faulgase interpretiert.

1903-1904
Die erste Bohrung bis in eine Tiefe von 343 m fördert alle 3-4 Stunden ca. 25 m3 Mineralwasser
geysirartig in eine Höhe von 50-60 m.

1904
Nutzung des Brunnens durch die Namedyer Sprudel GmbH für die Gewinnung von Heil- und
Mineralwasser.

1918
Schwere Schäden durch den 1. Weltkrieg;
keine Mineralwasser-, jedoch weiterhin Kohlensäuregewinnung.

1920
Die Augustinus-Sprudel AG, Hönningen, pachtet das Recht für die Kohlensäuregewinnung auf 30
Jahre.

Spätherbst 1953
Durch Beschädigungen (auch während des Krieges) kommt die Ergiebigkeit des Brunnens zum
Erliegen.

1955
Die C. Deilmann AG, Bad Bentheim, übernimmt die Namedyer Sprudel GmbH und führt eine neue
Bohrung 30 m südöstlich des alten Brunnens bis in eine Tiefe von 850 m durch.

5. September 1957
Die Firma Deilmann nimmt den Sprudel außer Betrieb.

21. Januar 1958

Eine erste Analyse belegt:

der Brunnen ist ein “thermaler Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Säuerling”.

1966
Bestätigung als natürliches Heil- und Mineralwasser durch ein Gutachten von Dr. K. Fricke,
Krefeld. Überprüfung der Aktivität und Rohrleitungen des Geysirs durch Techniker.

 

1967
Durch den Bau der B9-Krahnenbergbrücke wird die gewerbliche Nutzung eingeschränkt, so dass
die Bohrung durch einen Schieber verschlossen wird; die technische Zeichnung des
Bohrlochverschlusses trägt das Datum 10.07.1967

23. Dezember 1968
laut Bewilligungs- und Erlaubnisbescheid der Bezirksregierung Koblenz wurde das Wasserrecht
auf eine Dauer von 30 Jahren erteilt.

22. November 1985
Die Ausweisung des Namedyer Werth zum Naturschutzgebiet.

12. Januar 1990
Kauf der Halbinsel Namedyer Werth durch die Stadt Andernach von der Firma C. Deilmann AG.

25. Juni 1997
Schreiben der Bezirksregierung Koblenz zur Verlängerung der Bewilligung vom 23.12.1968 zur
Entnahme von Grundwasser zu Gunsten der Stadt Andernach.

1999
Geologische, hydrogeologische und geophysikalische Voruntersuchungen zur Auffindung eines
Bohransatzpunktes für einen neu zu errichtenden CO2 -Sprudel-Brunnen.

09. Juni 2000
1. Sitzung der Arbeitsgruppe zur Reaktivierung des Namedyer Geysirs; Erläuterung verschiedener
Bohrverfahren und diesbezüglich entstehender Kosten durch Prof. H. Hötzl und Dipl.-Geol. B.
Krauthausen; Darstellung der Rahmenbedingungen und Problematik (Standortauswahl,
Wasserdruck, Hochwasser, Kosten) der Bohrung.

20. September 2000
Antrag für Befreiung von den Verboten des §4 der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet
“Namedyer Werth” an die Obere Landespflegebehörde Struktur- und Genehmigungsdirektion
Nord. 04. Oktober 2000 Antrag für die Genehmigung des Hauptbetriebsplans für das Abteufen der
hydrogeologischen Erkundungsbohrung.

08. Januar 2001
Erteilung der Befreiung von Teilen der Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet Namedyer
Werth. 15. März 2001, Ausnahmegenehmigung vom Verbot zur Durchführung von Gehölzrückschnitten im Naturschutzgebiet Namedyer Werth erteilt.

04. April 2001
Zulassung des Hauptbetriebsplans der Stadtverwaltung Andernach für die Wassererschließungsbohrung “Neuer Namedyer Sprudel”.

03. Juli 2001
Sonderbetriebsplan für die Bohranlage “DBA 4” zum Abteufen der Bohrung “Neuer Namedyer
Sprudel” wird zugelassen.

August 2001
Beginn der Erkundungsbohrung für die mögliche Reaktivierung des Namedyer Sprudels
2003 Vorbereitung der baulichen Umfeldgestaltung und Konzeption des Besucherzentrums.

10. Mai 2005
Vertrag zwischen der Stadt Andernach und dem BUND: Der Geysir bricht wieder aus!

Herbst 2008
Eintrag des Geysirs Andernach ins Guinness Buch der Rekorde als der höchste Kaltwasser-Geysir
der Welt mit einer Wasserfontäne von über 60 m.

30. Mai 2009
Eröffnung des Geysir Andernach Erlebniszentrums, das den Besuchern in einer einzigartigen
interaktiven Ausstellung grundlegende Informationen zum Geysir und zum Vulkanismus in der Eifel
vermittelt.

Die Ausstellung

Mit dem Fahrstuhl geht es erst einmal 4.000 Meter ins Erdinnere hinab, zumindest suggeriert dies
eine raffinierte Technik. Das Ausstellungskonzept einer erlebnisreichen Wissensvermittlung ist
gelungen und bietet Kindern wie Erwachsenen sehr anschaulich Einblicke in die Vorgänge unter
Tage.

Im Geysir-Zentrum begeben Sie sich auf Entdeckertour zum Naturphänomen Geysir. In der
multimedialen Ausstellung zum Mitmachen und Anfassen folgen Sie einem Kohlendioxidmolekül
auf seiner langen Reise aus dem vulkanischen Erdinneren bis hoch in die Fontäne des Kaltwassergeysirs.

Interaktive Exponate, Experimentierstationen und Medieninstallationen erklären die
Funktionsweise des Kaltwassergeysirs auf spielerische und anschauliche Weise. Schon am
Eingang betritt der Besucher ein Forschercamp von Vulkanologen am Eingang eines Steinbruchs
bevor es ins Erdinnere geht.

Funktionsweise

Der Geysir (isl. geysa = wirbeln, strömen) wird als düsenartiger Geysir betrieben, das heißt, der
künstliche Schlot befindet sich frei in der Luft und nicht unter der Wasseroberfläche eines Teichs.
In passiven Vulkangebieten wie der Vulkaneifel gibt es mehrere Quellen für Kohlenstoffdioxid
(CO2), so genannte Mofetten, die Phänomene wie Kaltwassergeysire ermöglichen. So gibt es in
der Vulkaneifel mit dem Geysir Wallender Born einen weiteren, wenn auch erheblich kleineren
Kaltwassergeysir.

Voraussetzung beim Kaltwassergeysir in Andernach ist ein Aufstiegskanal in Form eines
350 Meter tiefen Bohrlochs, in den dann CO2-gesättigtes Grundwasser hineinfließt. Das Bohrloch
füllt sich langsam bis zum oberen Ende mit Wasser. Dabei entsteht durch das Gewicht des
Wassers am unteren Ende ein Druck von 35 bar. In dem aufsteigenden CO2-gesättigten Wasser
löst sich das CO2 in Form von Gasbläschen aus, da der Druck nach oben hin immer weiter
abnimmt. Die aufsteigenden Gasbläschen dehnen sich dabei aus. Da weiterhin Grundwasser
zuläuft und sich das Volumen der Gasbläschen ausdehnt, wird das Wasser verdrängt, das
Bohrloch läuft oben über. Dadurch wird der Druck reduziert und die Löslichkeit des CO2 im Wasser
nimmt ab. Dies hat wieder zur Folge, dass sich mehr CO2-Bläschen bilden können und ausdehnen.

Das Bohrloch läuft immer mehr über. Es entsteht ein Lawinen-Effekt, der sich rasant
beschleunigt. Wenn die Gasbläschen das gesamte Bohrloch ausfüllen, können diese sich nur noch
nach oben hin ausdehnen. Die gesamte Wassersäule wird hinausbefördert, der Geysir springt. Die
Eruptionsdauer des Geysirs beträgt ziemlich genau acht Minuten und erreicht bei Windstille eine
Höhe von etwa 60 Metern. Danach füllt sich das Bohrloch langsam wieder mit Grundwasser und
der Vorgang beginnt in einem Zeitabstand von 100 Minuten erneut.

Möglich gemacht wird das Phänomen durch die vulkanische Vergangenheit der Eifel, aus der
zahlreiche geologische Störungen, also Brüche im Gestein, resultieren, die das Aufsteigen des
Kohlendioxids erst möglich machen. Das CO2 stammt aus Magmakammern in der Tiefe des
Gesteins, die früher Vulkane speisten, aber auch heute noch begrenzt aktiv sind.

Der Geysir Andernach funktioniert im Prinzip ähnlich wie eine Mineralwasserflasche, die
geschüttelt und dann geöffnet wird. Die bekannten Heißwassergeysire hingegen, beispielsweise in
Island oder dem Yellowstone-Nationalpark, eruptieren kochend heißes, mit Wasserdampf
vermischtes Wasser. Dabei wird Grundwasser im Boden durch Magma erhitzt und durch einen
natürlich entstandenen Eruptionskanal nach oben gedrückt.

Ein Kaltwasser-Geysir funktioniert ähnlich einer übersprudelnden Mineralwasserflasche: In der
geschlossenen Flasche herrscht ein höherer Druck als in ihrer Umgebung. Durch diesen
Überdruck ist viel Kohlenstoffdioxid (CO2), häufig auch fälschlicherweise als Kohlensäure
bezeichnet, im Wasser gelöst. Wird die Flasche geöffnet, reduziert sich schlagartig der Druck und
das CO2 steigt in Form kleiner Bläschen nach oben. Dabei reißt es das Wasser mit und schießt als
kleine Fontäne aus der Flasche.

CO2 vulkanischen Ursprungs

Das Kohlenstoffdioxid, das den Geysir Andernach antreibt, stammt aus einem Magma-Vorkommen
unter der Osteifel, eines geologisch gesehen sehr jungen Vulkangebiets. Bedeutende
Störungszonen, die sich im Bereich der Rheinhalbinsel Namedyer Werth kreuzen, verursachen
tiefe Risse und Klüfte im Gestein. So entstehen Aufstiegsbahnen für das CO2 in dem ansonsten
relativ undurchlässigen Schiefergestein. Das Gas trifft in mehreren hundert Metern unter der
Erdoberfläche auf tiefe Grundwasserschichten. Durch den hohen Druck in diesem Bereich kann
sich eine sehr große Menge an CO2 in dem rund 25 °C warmen Wasser lösen.

Ein Kaltwasser-Geysir funktioniert ähnlich einer übersprudelnden Mineralwasserflasche: In der
geschlossenen Flasche herrscht ein höherer Druck als in ihrer Umgebung. Durch diesen
Überdruck ist viel Kohlenstoffdioxid (CO2), häufig auch fälschlicherweise als Kohlensäure
bezeichnet, im Wasser gelöst. Wird die Flasche geöffnet, reduziert sich schlagartig der Druck und
das CO2 steigt in Form kleiner Bläschen nach oben. Dabei reißt es das Wasser mit und schießt als
kleine Fontäne aus der Flasche.