Bad Driburg

Heste 1939

 

 

Rentner setzen Koerfer-Quelle zwischen Bad Driburg und Brakel instand

 

Schmechten Metbrunnen, Schmechten bei Bad Driburg

 

Herste Glückauf Sprudel

 

Herste Koolzuur bron

 

 

Herste Schmechtener Sprudel

Der Schmechtener Metbrunnen - ein Hydrogenkarbonat-Säuerling

Kennzeichnend für Ostwestfalen-Lippe sind die zahlreichen Heilbäder, die oft ihre

Entwicklung Thermal- und Solequellen sowie Säuerlingen verdanken. Säuerlinge enthalten

kohlendioxidhaltiges und darum kohlensäurereiches Mineralwasser. Deren

Verteilung in der Region ist nicht willkürlich. Sie entspringen beiderseits des

Teutoburger Waldes (Osning-Achse) und der Piesberg-Pyrmonter Hebungsachse,

einem Höhenzug, der bei Osnabrück beginnt und im Pyrmonter Sattel ausläuft. Ihre

Lage ist an geologische Störungen im Bruchfaltengebirge gebunden. Die Störungen

werden den nördlichen Ausläufern der hessischen, mit Vulkanismus assoziierten

Bruchzonen zugeschrieben.

In Herste und Bad Meinberg treten Gasquellen (Mofetten) in Erscheinung. Die

Meinberger Mofette fördert 99,6 % Kohlendioxid, wenig Stickstoff und etwas Methan

zutage. In Herste wird sie wirtschaftlich zur Trockeneisherstellung genutzt. Hier wird

eine direkte vulkanische Ursache vermutet: Entgasung aus einem tiefliegenden

Magmaherd. Allerdings sieht der führende nordrheinwestfälische Geologe Hesemann

keinen ursächlichen Zusammenhang der Gas- und Säuerlingsquellen mit dem tertiären

Vulkanismus, da die Entgasungsphase viel zu lang wäre und das

Isotopenverhältnis der Gase

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Zechstein- und Massenkalk) deute. Nach seiner Ansicht taucht der Unterbau des

Weserberglandes infolge Einsinkens seit der Eiszeit in die Schmelzzone des

Erdmantels, wo eine Umwandlung der Karbonatgesteine in Silikate erfolgt. (Der

Vorgang ist chemisch vergleichbar dem Kalkbrennen im Kalkofen, wo Kalk =

Calciumcarbonat durch Hitze in Branntkalk = Calciumoxid und Kohlendioxid zerlegt

wird.)

Der Schmechtener Metbrunnen ist ein frei zugänglicher Säuerling, der im Unterschied

zu Bad Driburg, Bad Meinberg u. a. Orten nicht zur Sprudelherstellung genutzt wird.

Eine Tafel am Brunnenhäuschen klärt über die mineralogische Zusammensetzung auf

(u. a. sehr viel Sulfat). Das Wasser sei angeblich heilkräftig bei bestimmten Nierenund

Magenerkrankungen.

 

 

 

 

Heste westfalia sprudel